Die Munich Show 2018
Elemente als Mineralien und der größte Rosafluorit der Alpen 

von Robert Brandstetter

 
 

V-förmig verwachsene Zepteramethyste (5 cm) vom Fieschergletscher, Wallis, Schweiz. Exponat von Caprices Minerals in der Alpinschau, Foto: Robert Brandstetter

 

Die 55. Munich Show fand heuer wie gewohnt am letzten Wochenende im Oktober statt. Zu dieser Zeit versammelte sich alles, was in der internationalen Mineralienszene Rang und Namen hat, auf dem Messegelände der Bayrischen Hauptstadt, um zu sehen, was der internationale Mineralienmarkt bei der größten und wichtigsten Veranstaltung auf dem europäischen Kontinent zu bieten hat. Das außergewöhnliche internationale Interesse an dieser Großveranstaltung spiegeln die Zahlen deutlich wieder: Diesmal boten insgesamt 1298 Aussteller aus 61 Nationen ihre Exponate an. Davon kamen lediglich 446, also nur rund ein Drittel, aus Deutschland. Alleine die A-Hallen der Mineral- und Fossilworld beherbergten 856 verschiedene Standbetreiber. Die Besucherzahlen waren auch dieses Jahr wieder sensationell und konnten um 1.500 auf rund 41.000 gesteigert werden, trotz der gesperrten S-Bahn-Stammstrecke. Die durch den Veranstalter garantierte, stets gleichbleibende Qualität der Messe auf sehr hohem Niveau trägt sicherlich den Hauptanteil der großen Beliebtheit. Aber auch ein ideales spätherbstliches Nieselwetter zu den Hauptbesuchertagen, das die Menschen aus dem Großraum München förmlich einlud, sich die schönen Steine und hochkarätigen Sonderschauen anzusehen, kam den Besucherzahlen heuer sicher auch entgegen. Obwohl die Marktsituation im Mineraliengeschäft schon einmal deutlich besser war, sah man gegen Ende der Munich Show viele zufriedene Gesichter. Sowohl die meisten Aussteller als auch die Besucher dürften zum Schluss doch wieder auf ihre Kosten gekommen sein.



Neuheiten – von Afrika bis Südamerika
Obwohl es für Händler weltweit offensichtlich immer schwieriger wird, interessante Neufunde zu den großen Veranstaltungen zu bringen, konnte man trotz alldem auf der diesjährigen Munich Show durchaus wieder erwähnenswerte Neuheiten auf dem Mineralienmarkt finden. Aus dem tiefen Süden des afrikanischen Kontinents kamen diesmal besonders farbenprächtige und begehrte Stücke nach München. In den Kalahari-Manganerzfeldern wurden beim Bergbau neue Rhodochrosit-Kristalle entdeckt, die den alten, ja beinahe schon historischen Stücken aus den späten 1970er Jahren sehr ähnlich sind. In der Mine N´Chwaning I Nord arbeitet man derzeit genau an jener Stelle, wo 1978 die begehrten hochqualitativen Manganspatkristalle gefunden wurden; zwei waren auch in der Hauptsonderschau zu sehen. Am Stand A6.459 bot L´Ombriere Stufen von 3-10 cm Größe an. Die Kristalle darauf erreichen 1,5 cm Länge und sind ebenfalls wasserklar, hochglänzend und tiefrot gefärbt. Bei den alten Stücken überwiegt hauptsächlich das Skalenoeder, an dessen Kristallspitzen meist nur sehr kleine Rhomboederflächen erkennbar sind. Bei den Rhodochrositen des Neufundes sind diese Rhomboederflächen wesentlich dominanter ausgebildet und verleihen den Kristallen dadurch ein etwas gedrungenes Aussehen. Dies macht eine Unterscheidung relativ einfach. Neuheiten aus der Demokratischen Republik Kongo gab es bei Crystal Classics im International Mineral Pavillon. Das seltene Kupfer-Nitrat Gerhardtit wurde hier als tiefgrüne Kristalle bis über 1 cm Größe auf Chrysokoll-führender Cupritmatrix angeboten. Von den rund 30 Stufen waren zum Börsenende nur mehr sehr wenige Stücke vorhanden. Als Fundort war die Likasi Mine im Revier Likasi–Kambove, Katanga, Kongo auf den Etiketten vermerkt. Aus demselben Tagebau stammt außerdem eine geringe Anzahl an sensationellen Stufen mit Buttgenbachit als blaue strahlige Kristallbüschel bis 3 cm Ø (!), neben Brochantit auf Cupritmatrix. Die Stücke wurden ebenfalls heuer geborgen und vom selben Händler auf der Messe vollständig verkauft. Ebenso spektakulär war ein Fund aus dem gleichen Revier: Er zeigte Rouait als kurzsäulige längsgeriefte Kristalle bis über 1 cm Länge, mit Brochantit in und auf Cupritmatrix. Bei dem von Gunnar Färber (A5.124) mitgebrachten Material aus der Tenke-Fungurume Mine bei Likasi handelt es sich um den mit Abstand besten Fund des seltenen Kupfer-Nitrates, das man bisher nur als mm-kleine Kriställchen kannte. Auch aus Marokko gab es Neufunde bei Fabre Minerals und vereinzelt auch bei einigen marokkanischen Händlern zu entdecken. Zumeist lose Baryt-Kristalle bis 12 cm Durchmesser wurden im August 2018 in der Bouismas Mine im Revier Bou Azzer entdeckt. Die im Zentrum gelbbräunlich durchscheinenden Kristalle werden zu den Außenkanten hin undurchsichtig weiß, mit einer feinstrahligen Struktur. In derselben Grube fand man im Oktober eine große Druse mit wasserklaren Bergkristallen, auf denen einige Flächen rasenartig mit scharfkantigen weißen Calcit-Kristallen überwachsen sind. Hierbei handelt es sich um einen größeren Fund mit vielen schönen Stücken. Ebenfalls aus der Bouismas Mine stammen rund drei Dutzend Stücke mit hellvioletten Cobaltocalciten, gefunden heuer im Juli. Jordi Fabre zeigte ein knapp 6 cm hohes Stück mit einem guten aufgewachsenen, 4 cm langen Cobaltocalcit-Doppelender. Darauf sitzen bis 3 mm große Djurleite! Dieselbe Mine lieferte heuer im Juli 5 mm bis 2 cm große gelbrbäunliche Sphalerite. Die wenigen kleinen Stücke zeigen guten Glanz; die Zinkblende ist meist mit Quarz vergesellschaftet. Wir bleiben noch in Marokko, wechseln aber zur El Fetch Mine zwischen Alnif und Oumjrane. Von hier kommen tief dunkelblaue Azurite mit gutem Oberflächenglanz und Kristallen bis über Zentimetergröße, vergesellschaftet mit Malachit. Dieser Bergbau ist noch vergleichsweise unbekannt aber momentan produktiv. Vielleicht sieht man von hier bald mehr? Vom amerikanischen Kontinent gab es diesmal nur wenig Erwähnenswertes zu berichten, abgesehen von gelblichem Grossular in über 1 cm großen Rhombendodekaedern. Die teils transparenten Granate stammen aus der weltbekannten Amethystfundstelle Piedra Parada, Las Vigas, Veracruz, Mexiko und wurden bei JETminerals gesehen. Jürgen Tron hatte auch Stücke mit klaren und oberflächlich glänzenden Baryten bis 1,5 cm Größe, aus einem Neufund im Volcano-Gang der San Diego Mine bei Santa Barbara, Chihua-hua, Mexiko. Am Stand von Webminerals gab es einen Neufund von Meta-Autunit aus der Golconda Mine bei Governador Valadares, im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. Eine größere Anzahl zumeist loser Kristalle und Kristallbüschel, um 2 cm groß. Weil der intensiv gelbgrüne Kalkuranglimmer stark radioaktiv strahlt, wurden alle Stücke vorbildhaft eingedost und beschriftet angeboten. 

Im asiatischen Raum ... 
lieferten die Länder Indien, Pakistan und der Iran diesmal etliche interessante Neuheiten. Aus Indien befand sich ein unübersehbar großer Fund mit rund 50 Rutilquarzen am Stand A6.p29 von Riccardo Prato. Die Stücke stammen aus der Manihar Mine im Kullu District, Himachal Pradesh, Indien. Wasserklare Bergkristalle, als Stufen oder Einzelkristalle, in Einzelfällen bis 25 cm lang und als Doppelender ausgebildet, zeigen ein Innenleben aus wirrstrahligen rötlichbraunen, eingeschlossenen Rutilnadeln. Derartig schöne und große Rutilquarze gab es in einem solchen Umfang schon lang nicht mehr auf dem Mineralienmarkt. Unter den Gästen aus Übersee waren auch Nausherwani Minerals aus Pakistan. Hier gab es neue Epidote in beidseitig garbenförmiger Ausbildung, die aussahen wie Smoking-Fliegen und auch als sogenannte „Bowtie-Epidote“ etikettiert waren. Diese skurrilen Gebilde aus schwarzgrün glänzendem Epidot erreichen 3-6 cm Größe und wurden erst vor etwa zwei Monaten in den Raskoh-Bergen bei Kharan in Balouchistan, Pakistan gefunden – insgesamt mehrere hundert Stück. Laut Angaben von Nauroz Nausherwani kennt man aus diesem Gebiet 15 verschiedene Ausbildungsformen des Minerals Epidot. Viele werden sich noch an die dickplattigen oder die pseudo-oktaedrischen Kristalle erinnern, die vor einigen Jahren aus dieser Region kamen; sie gilt leider als sehr gefährlich und ist außer für schöne Mineralien sonst eher für negative Schlagzeilen extremistischer Islamisten bekannt. Aus den Zard-Bergen, ebenfalls nahe Kharan, kommen schon seit geraumer Zeit immer wieder hervorragende Stufen mit sehenswerten Brookiten. Am selben Stand gab es auch einen 6,1 cm (!) hohen Brookit-Kristall, eingeschlossen mit etwas Rutil im Zentrum eines klaren Bergkristalls. Mineralogische Besonderheiten aus dem Iran fanden sich am Stand A5.134a. Janet & Peter Wittur brachten von einer zweiwöchigen Persienreise im September rund zwei Dutzend Stücke des ungewöhnlichen Aluminium-Silikats Zunyit nach München. Die vorab analysierten, für das Mineral extrem großen Kristalle bilden scharfkantige rötlichbraune Tetraeder bis 1,5 cm KL und sind entweder lose oder sitzen in hämatitführender Steinsalz-Matrix. Als Fundstelle wurde der Salzdom Qalat-e-Bala, nordwestlich von Bandar Abbas im Südiran genannt. Weiters gab es neue Coelestin-Geoden mit 10-12 cm Durchmesser aus dem Eisenerzabbau Panj Kuh an der Nezami-Straße, zwischen den Orten Damghan und Torud, in der Provinz Semnan. Die hellblauen garbenförmigen Coe-lestine bis 2,5 cm Länge sind kontrastreich auf gelblichem Calcitrasen aufgewachsen. Aus derselben Mine kommt eine interessante Paragenese mit zartrosa Analcim, als typische Deltoidikositetraeder von 5-6 mm Durchmesser, die auf weißem Baryt sitzen. Eine interessante Kombination von Türkis mit Pyrit lieferte die Kupfermine Meydook westlich von Kerman im Zentral-Iran. Wittur Minerals präsentierten auch bis zu 1,5 cm messende Melanit-Granate von schwarzbrauner Färbung und gutem Glanz, die in dichtem Kristallbesatz auf Andesit aufgewachsen sind. Als Fundstelle wurde hierzu Veshnoveh, nordwestlich von Kashan im Zentral-Iran genannt. Wie sehr die Sammlerwelt auf mineralogische Neuheiten wartet, belegt die überraschende Tatsache, dass lange vor dem Ende der Börse bereits so gut wie alle mitgebrachten Stücke einen Abnehmer gefunden hatten.

Auch aus Europa ... 
kamen einige Neufunde auf das Messegelände der Bayern-Metropole. Mitglieder der Überlebensschule Tirol entdeckten an einer alten und bereits etwas in Vergessenheit geratenen Fundstelle im Nordtiroler Karwendel-Gebirge ein Band mit versteinertem Muschelkalk, der dem begehrten historischen „Bleiberger Muschelmarmor“ sehr ähnlich sieht (ihm hatte der Mineraloge Mohs ein eigenes Buch gewidmet). Die Gesteinsserie führt in bunt schillernden Aragonit – „Ammolith“ – umgewandelte Muschelschalen (→Lapis 11/2006, 11/2007, 4/2009). Schöne Handstücke aus diesem Fund wurden unter dem Handelsnamen „Lumachella“ am Stand A6.131 angeboten. Im Alpinbereich hatten die Gebrüder Hofer aus Wald/Pinzgau am Stand A5.a42 mehrere Kisten eines reichen Titanit-Neufundes 2018 aus dem Felbertal. Die vielen Stücke gingen weg wie warme Semmeln: Gelbgrüne hochglänzende Kristalle bis gut 1 cm, oft dicht auf zersetztem Gestein aufgewachsen. Im Angebot waren Klein- bis Großstufen, gelegentlich mit Chlorit, vereinzelt auch mit Rutil und Schörl. Am Stand von Webminerals aus Italien wurden Stufen mit teilweise tief tintenblauen Fluorit-Würfeln verkauft, die durchaus Kantenlängen bis 5 cm erreichten. Die Stücke stammen aus einem Neufund am Monte San Cataldo bei Poggio Balate, Provinz Palermo, Sizilien und wurden heuer im Mai und Juni geborgen. Vor rund 10 Jahren wurde die Stelle schon einmal für Fluoritfunde international bekannt. Damals waren die ebenfalls würfeligen Kristalle allerdings grün gefärbt. Auch Fabre Minerals hatte neue Fluo-rite in seinem Angebot. Durchsichtig gelbe würfelige Kristalle mit glänzender Oberfläche, auf der teilweise kleine doppelendige Bergkristalle aufgewachsen sind. Diese Stücke wurden von April bis August 2017 in der Mine Four de Cluzel bei Peyrebrune, Department Tarn, Frankreich gefunden. Die Kristalle erreichen 5-7 cm Kantenlänge. Es wurden insgesamt rund 10 gute Stufen von 20-30 cm Größe und einige kleinere Stücke gefunden. Am Stand A5.325 bot Alfred Kugler „Cuproromeit“ als Pseudomorphosen nach Tetraedrit aus der El Coriellu Mine bei Llerandi, Asturien, Spanien an. Die in einer Gangquarz-Brekzie aufgewachsenen Tetraeder erreichen 1,3 cm Kantenlänge. Zwei wenig später analysierte Proben ergaben ein Gemenge aus Malachit mit Lepidokrokit, Azurit, Cuprit, Zinnober, Kupfersilikaten und nur Spuren eines Minerals der Romeit-Gruppe. Der Händler hat weitere Analysen in die Wege geleitet. Bereits „historisch“ waren rund 30 Stufen mit teilweise hervorragenden Dyskrasit-Kristallen bis über 4 cm Länge. Sie stammen aus dem berühmten Fund von 1984 im Gang H14F auf Sohle 6 des Uranschachtes #21 bei Příbram-Háje, Böhmen, Tschechien und wurden von Vilem Sturek am Stand A5.153 angeboten. Jahrelang gab es schon keine richtig guten Stücke dieses Antimon/Silber-Sulfids mehr auf Börsen zu sehen und schon gar nicht in dieser großen Auswahl. 

Überaus beliebt: „Wiederaufbereitete“ Sammlungen 
Glücklicherweise gibt es momentan einen gewissen Generationswechsel unter den Sammlern. Viele Kollektionen, die in den 1970er und 1980er Jahren aufgebaut wurden, stehen gegenwärtig wieder zum Verkauf und decken den noch immer erstaunlich hohen Bedarf an Mineralien auf einer derartigen Veranstaltung einigermaßen ab. Allein durch Neufunde würde es derzeit etwas langweilig auf den großen internationalen Mineralienmessen sein. Waren es vor einigen Jahren nur einige wenige Aussteller, die sich darauf spezialisiert hatten, alte Sammlungen aufzuarbeiten, erfreut sich diese Quelle gegenwärtig immer größerer Beliebtheit. Allerdings hat man damals, als diese Kollektionen angesammelt wurden, die Objekte nicht selten unter anderen Gesichtspunkten zusammengetragen. Für viele Sammler war es damals primär wichtig, einfach nur ein Stück von dieser Mineralart oder der Fundstelle auch in der eigenen Sammlung zu besitzen. Heutzutage sind die Ansprüche an ein Vitrinenstück allerdings stark gestiegen. Unübersehbar geschönte und idealisierte Fotos im Internet, aber vermehrt auch in Fachzeitschriften, geben heutzutage vor, wie ein Sammelstück auszusehen hat und beeinflussen den Markt zunehmend. Optimal durch- und ausgeleuchtete Kristalle, die wesentlichen Flächen eingespiegelt und in moderner Stacking-Technik vom Rechner zusammengesetzte Bilder liefern perfekte Endergebnisse, denen die originalen Stufen oftmals deutlich nachstehen. Jene Stücke, die dazu als Fotoobjekte gedient haben, sind auf den fertigen Fotos nicht selten nur mehr schwer erkennbar. Der Markt hat nun die Aufgabe, dazu passende Stücke zu liefern. Der Fundus aus den alten Sammlungen vor 40 oder 50 Jahren entspricht allerdings nur noch in Ausnahmefällen den heutigen Ansprüchen, vor allen in den Bereichen Stufengröße im Bezug zu Kristallgröße, sowie auch Glanz, Klarheit und Unbeschädigtheit. Die heutigen Methoden der Reinigung und Anpassung der Dimension haben sich zwischenzeitlich derartig verbessert, dass scheinbar nichts mehr unmöglich ist. Ein strittiges Thema bleibt aber weiterhin, ob tatsächlich alles gemacht werden soll, was technisch mittlerweile problemlos zu bewerkstelligen ist. Hier scheint sich gegenwärtig eine Kluft auf zu tun, die die Sammlergemeinschaft zunehmend entzweit. Für die einen werden dadurch vielfach Stufen unwiederbringlich zerstört, für die anderen entsprechen dieselben Stücke einem suggerierten Idealbild, welches den Zeitgeist trifft. Aber wo befindet sich hier die sogenannte rote Linie? Wer gibt sie vor? Wann handelt es sich um kein natürliches Mineral mehr, sondern eher um Kunsthandwerk? Dieses Thema wird seit geraumer Zeit von vielen ernsthaften Sammlern zunehmend angesprochen und es wird künftig noch mehr für großes Diskussionspotenzial sorgen. 

Chemische Elemente: Zwei hochkarätige Sonderschauen 
Die Besucher der Munich Show wurden viele Jahre hindurch mit unvergesslichen Spezialschauen buchstäblich verwöhnt, deren Zusammenstellung für den Veranstalter sehr zeitaufwändig war und oftmals auch das dafür vorgesehene Budget bei weitem überschritten hat. Die Philosophie des Messebetreibers ist es aber, den Leuten für ihr Geld etwas Unvergessliches zu bieten und sich so von der Masse der Börsen abzuheben. Daher konnte man auch heuer wieder auf die umfangreichen Sonderschauen gespannt sein. Das gewählte Thema „Elemente“ gab bereits im Vorfeld reichlich Raum für diverse Erwartungen. Wer damit gerechnet hat, dass es hier bei Gold, Silber, Platin, Kupfer, Schwefel und natürlich Diamant bleibt, wurde schnell eines Besseren belehrt. Gezeigt wurden in der Hauptsonderschau sowohl die gerade aufgezählten Elemente, als auch Beryllium, Wismut, Calcium, Strontium, Tantal, Eisen und Blei, teilweise als Elemente in ihrer gediegenen Form, aber auch als maßgeblicher Bestandteil in der chemischen Formel von Mineralien. Die Zugehörigkeit zu den jeweiligen Elementen war gut sichtbar auf den Etiketten vermerkt und diverse Kristallmodelle rundeten die Präsentation ab. Auf gut sichtbaren Bildtafeln in den jeweiligen Bereichen wurden die Elemente, ihre Verwendung und größten Vorkommen, sowie die ausgewählten Mineralien beschrieben. Das Ganze natürlich in deutscher, aber für die internationalen Besucher auch in englischer Sprache, auf einem weiteren Schild. Zusätzlich trug jede Tafel einen Seitenvermerk auf eine noch genauere Beschreibung im Themenbuch. Die Elemente Fluor, Silizium und Titan waren der Alpinsonderschau vorbehalten. Auch sie war wieder eine besonders sehenswerte Sonderausstellung mit ausgezeichneten Exponaten, die der Betrachter sonst nur schwer zu Gesicht bekommen würde – denn ein großer Teil der Leihgaben stammte auch aus hochkarätigen Privatsammlungen in Europa und Übersee. 

Moderne Präsentation 
Heuer hat man das Präsentationskonzept dahingehend geändert, dass sowohl die Hauptsonderschau in Halle A6 wie auch die Alpinsonderschau in Halle A5 keine in sich abgeschlossenen Bereiche mehr darstellten. Während man früher beim Betrachten der Spezialausstellungen einen eigenen, durch Wände abgetrennten Bereich betreten hat, der den Eindruck vermittelte, als würde man in ein Museum kommen, waren die Spezialausstellungen heuer sehr offen gestaltet und von vielen Seiten einseh- und begehbar. Das für den Betrachter sehr freundliche und offene Design hatte aber bei einigen Leihgebern der Schaustücke anfangs auch Sicherheitsbedenken ausgelöst und beim Treffen der Kuratoren zu einigen Diskussionen geführt. Schon die Schaukästen zum Element Kupfer ließen keine Wünsche mehr offen. Die Exponate des belgischen Privatsammlers Mario Pauwels mit zwei hervorragenden Kupferstufen aus der Ajo Mine/Arizona, Malachitkugeln aus Sonora/Mexiko und einem Chrysokoll-Stalaktit aus dem Kongo werden lange in Erinnerung bleiben. Das NHM Wien präsentierte hier den berühmten alpinen, historischen Bornit aus der Froßnitz in Osttirol. Bemerkenswert war auch die „Kupfer“-Vitrine des NHM London, wo sich ein über meterlanges Kupfer vom Lake Superior, USA befand, begleitet von einem Lirokonit aus Wheal Gorland, Cornwall, England und einem prächtigen Azurit aus Chessy, Frankreich. Besonders erwähnenswerte Schaustücke befanden sich auch in der Vitrine des privaten Sammlers Paul Stahl. Ein Dioptas aus Tsumeb, Namibia und ein hervorragender Devillin vom Herrengrund, Slowakei, daneben eine rund 7,5 cm breite Malachitstufe aus der Grube Friedrich Wissen im Siegerland. Der rund 3,8 cm große Carrollit-Kuboktaeder aus der Süd Kamoya Mine im Kongo, ideal inmitten einer wohldimensionierten Stufe aufgewachsen, gehört zu den weltbesten Vertretern dieser Mineralart. Die Bezeichnung „Weltklasse“ verdienen auch die prächtigen schwarzroten Cuprite aus Rubtsovskoje/Russland, welche die tschechische Firma KARP zur Verfügung stellte. Die Diamanten als Vertreter reinsten Kohlenstoffs stammten aus Afrika und kamen aus den Sammlungen von The Arkenstone und Ausrox. Etwas breiter war da schon die Auswahl an Vertretern des Elements Calcium, wobei hier wahrscheinlich jeder zuerst an Calcit denken würde. Calcit war auch würdig als orangefarbener aufgewachsener Stern aus Rio Grande do Sul/Brasilien oder als sogenannter „Mushroom“-Calcit aus Yaogangxian/China aus der Privatsammlung Oliver Konczer vertreten. Vom selben Leihgeber stammte auch eine Matrixstufe mit grandiosen wasserklaren Gipskristallen aus Cavnic, Rumänien. Besonders farbenprächtig wird Calcium in Verbindung mit Kobalt, belegt durch einen Cobaltocalcit aus Bou Azzer/Marokko von Mario Pauwels. Zu den Klassikern gehört der Manganspat, eine zumeist rosa bis intensiv rote Verbindung von Calcium mit Mangan. Zwei gewaltige Rhodochrosit-Schaustücke aus Hotazel, Südafrika, kamen aus den Sammlungen von Paul Stahl und Gerd M. Wiedenbeck. Spann Minerals Holding stellten einen weiteren tiefroten Rhodochrosit aus der Uchucchacua Mine in Peru und einen prächtigen rosafarbenen Smithsonit mit Cobaltocalcit aus Tsumeb, Namibia zur Verfügung. Auffallend farbenprächtig geht es oftmals auch bei jenen Mineralien zu, die Blei in der chemischen Formel aufweisen. Hier war es besonders die Vitrine von Unique Minerals mit leuchtend orange und rot gefärbten Wulfeniten, gemeinsam mit azurblauen Caledonit oder Leadhillit aus verschiedenen Bergwerken in Arizona, USA. Aber auch die Museen waren hier gut aufgestellt, so das NHM Wien mit einem 10 cm breiten klaren Anglesit-Doppelender aus Tsumeb oder einem bemerkenswerten historischen Mimetesit aus Johanngeorgenstadt, Sachsen. Die TU Freiberg präsentierte unter anderem eine rund 23 cm große Galenit/Siderit-Stufe aus Neudorf im Harz oder eine ca. 20 cm hohe Pyromorphitstufe aus der Grube Pfingstwiese in Bad Ems, deren olivgrüne tonnenförmige Kristalle 2 cm Länge erreichten. Zu den Blickfängen beim Element Eisen gehörten zweifellos ein prächtiger sechsstrahliger Rutilstern mit Hämatit aus Novo Horizonte/Brasilien (Mario Pauwels) und eine rund 5 cm große „Glaskopf“-Hämatitkugel aus der Beckermet Mine, Cumbria/England (NHM London), dazu riesige Platten mit gediegen Eisen vom Bühl bei Kassel – ein deutscher Klassiker! In den Schaukästen zum Element Schwefel stand natürlich auch das Titelbild der heurigen Munich Show, eine rund 12 cm hohe perfekte Schwefelstufe aus der Sammlung von Marco Tironi. Neben dem weltgrößten Schwefelkristall aus Norditalien präsentierte das Naturkundemuseum Mailand auch einen gut transparenten sizilianischen Einzelkristall mit gut 18 cm Größe. Die „Schwefel“-Vitrinen zeigten auch das Sulfat Baryt aus mehreren weltbekannten Fundstellen und verschiedene Sulfide, darunter Pyrargyrit aus Neudorf im Harz und aus Fresnillo/Mexiko (von Paul Stahl) oder sächsische Proustite aus Niederschlema und Johanngeorgenstadt (von Spann Minerals Holding). Das Element Beryllium fand sich ausgezeichnet repräsentiert in den Edelsteinvitrinen als Morganit, Aquamarin, Heliodor, zur Verfügung gestellt von Eugene S. Meieran und Fine Minerals International. Roter Beryll aus Utah/USA kam von Wayne Leicht, beidseitig flankiert von zwei sensationellen Stufen mit Smaragd, tiefgrün gefärbt, in Edelsteinqualität und kontrastreich auf weißem Calcit aufgewachsen, von Fine Minerals International und Marcus Budil – die besten Smaragdstufen, die wohl jemals gezeigt wurden! Die mineralogischen Vertreter für Strontium und Tantal fanden sich gemeinsam in einer Vitrine, die der Privatsammler Paul Stahl eingerichtet hatte. Strontium war vertreten durch Weloganit aus Kanada und Strontianit aus Oberndorf a.d. Laming, Österreich. Viele Beobachter hätten es wahrscheinlich nicht für möglich gehalten, dass es auch bei Dreislar im Sauerland ausgezeichnete, 3 cm hohe Strontianite gibt, aufgewachsen auf rosa Baryt und Chalkopyrit. Für das Element Tantal gab es unter anderem folgende Raritäten zu bestaunen: Fluornatromikrolith und Ixiolith aus Mozambique, zwei Wodginite und ein Ferrotapiolit aus Brasilien, oder Fluornatromikrolith und Stibiotantalit aus Afghanistan. Die meisten Betrachter haben derartige Raritäten wahrscheinlich noch nie zuvor im Original gesehen und wenn, dann höchstwahrscheinlich kaum in solch ausgewählten Prachtstücken. Im Zentrum der Sonderschau gab es dann die erwartete hochqualitative Zusammenstellung der begehrtesten Elemente in Form der gediegenen Edelmetalle: Silber, Gold & Platin. Klassische Silberstufen aus Sachsen oder von Kongsberg, Norwegen, hauptsächlich als Leihgabe der TU Freiberg, aber auch privat von Mario Pauwels, Marcus Budil oder Wayne & Dona Leicht. Die ausgezeichneten Goldstufen aus Kalifornien, Nevada und Rumänien, sowie perfekt kristallisierte Gold-Oktaeder und Würfel aus Bodaibo/Russland stammen von denselben Leihgebern, die bereits bei den Silberstufen genannt wurden, sowie von Scott Werschky. Als Vertreter des Elements Platin gab es eine Vitrine mit den besten russischen Sperrylithen aus Talnakh/Sibirien, sowie Platin als Würfel oder Nuggets aus Konder/ Sibirien, ausgestellt von KARP. Weitere große Platin-Nuggets, darunter auch ein Stück aus Alaska, stellte Christian Weise zur Verfügung. Im Bereich der Edelmetalle befand sich auch ein kleiner Schaukasten, welcher drei der besten Stücke mit gediegen Wismut enthielt. Zwei Stücke vom Gang „Opal“, angefahren vom Schacht 38 in Schlema, Sachsen, brachte der Kustos der TU Bergakademie Freiberg Andreas Massanek nach München. Ein enormes Wismutstück mit einer 4 cm messenden Spaltfläche aus St. Ives, Cornwall/England stammt aus dem NHM London. 

Hauptelemente Fluor, Silizium und Titan: Die Alpin-Sonderschau 
Der „Rote Faden“ der Hauptsonderschau spannte sich auch, passend zum Thema, durch die Präsentation alpiner Stücke im Zentrum der Halle A5. Besonders oft wurde hier natürlich das Element Silizium in Form der „kristallisierten Kieselsäure“ gezeigt, als variantenreiche Quarze aus der Schweiz, Österreich und Frankreich. Hervorragende Amethyste, gefenstert und teilweise als Zepter ausgebildet, aus klassischen Fundstellen im Zillertal/Tirol kamen aus den Sammlungen Anton Watzl jun., Rudolf Watzl, sowie Andreas & Claudia Steiner. Die Schweizer Strahlerbrüder Luis und Damian Curschellas stellten einen erstaunlich großen und intensiv gefärbten Amethyst aus der Cavradischlucht in Graubünden aus. Ein zwar relativ kleines, aber außerordentlich ansprechendes Stück aus zwei V-förmig verwachsenen Zepteramethysten vom Fieschergletscher im Wallis/Schweiz stammt aus der Sammlung von Caprices Minerals. Klare Bergkristalle, Phantomquarze, Rauchquarze oder Morione, nicht selten als sogenannte Gwindel ausgebildet, kamen zumeist aus den Westalpen und wurden von Marcus Budil, Gabriel Risse, Saphira Minerals, Marco Monn, Christian Hager oder Romeo Membrine zur Verfügung gestellt. Eine genauere Beschreibung der vielen herausragenden Ausstellungsstücke würde den dafür vorgesehenen Rahmen im Messebericht deutlich sprengen. Das Element Titan findet sich bereits im Mineralnamen Titanit wieder, der allerdings bei Liebhabern alpiner Sammelstücke zumeist als Sphen bezeichnet wird. Bei den Sphenen hatten die Stufen aus den Ostalpen eher die Nase vorne. Die schönsten Stücke kamen hier aus dem Pinzgau, wie ein ganzer Schaukasten vom Felbertal, aus der Sammlung Steiner. Weitere Stücke stammten vom Eiskögele oder dem Hollersbachtal, aus den Sammlungen der Gebrüder Hofer und von Christian Hager. Mächtige Titanit-Zwillinge in ausgesuchten Stücken standen auch in der Vitrine über die Laghetti-Zone im Narèt-Gebiet im Schweizer Kanton Tessin, aus der Sammlung unseres Lapis-Redakteurs Stefan Weiß. Als weiteres Titan-Mineral konnte man Rutil bestaunen, in eingeschlossener Form als schöne Rutilquarze vom Habachtal, Salzburg (Sammlung Walter & Sonja Lochner), als lange freistehende Prismen auf einer Rauriser „Wunderstufe“ (Manfred Link) oder als perfekten Drilling aus Iragna im Tessin (Dominik Boddin). Alle Brookite stammten aus Fundorten in der Schweiz, wie auch die Stücke in den Anatas-Vitrinen. Hier war eine rund 12 cm hohe Quarzplatte mit bis zu 1,3 cm großen Anataskristallen von Crapteig in Graubünden, aus der Sammlung Gabriel Risse, besonders erwähnenswert. Die mächtigen Anatase vom Lärcheltini im Walliser Binntal spielten wie immer in einer eigenen Liga – darunter die weltbeste Stufe des NHM Londen, ein einzigartiger isometrischer Kristall aus der Mineralienstiftung André Gorsatt und ein historisches Stück mit bunt schillerndem Anatas von Christian Weise. Als letztes Element sei hier noch Fluor erwähnt, das in der Sonderschau in Form alpiner Fluorite vorgestellt wurde. Die meisten Stücke in diesem Bereich, 22 Stufen quer durch alle möglichen Farben, Kristallformen und Fundorte, stammen aus der Fluoritsammlung Robert Brandstetter. Farbintensive Fluorite vom Weisseck, darunter auch ein historisches Stück, brachte der Sammler Alexander Spunda nach München. Vinzenz Eller stellte seine Fluoritfunde aus dem Tiroler Valsertal für die Sonderschau zur Verfügung, darunter auch das größte Fluoritoktaeder der Ostalpen, gefunden am Schrammacher. In einer Einzelvitrine befand sich eine besondere Fluoritstufe aus der Schweiz, perfekt beleuchtet und aus einer Privatsammlung, bei der man auf ausdrücklichen Wunsch auf ein Etikett verzichtet hat. Der gigantische Rosafluorit mit 18,5 cm Kantenlänge, aufgewachsen auf heller Granitmatrix, zeigt trotz seiner enormen Kristallgröße gute Transparenz und eine glatte Oberfläche. Viele hätten es nicht für möglich gehalten, dass so etwas in dieser Größe existiert. Besonders auch hier im Alpinbereich machte die neue offene Gestaltung der Sonderschau durchaus Sinn. Durch das Wegfallen der Rückwände in diesem Bereich rückten allerdings heuer die Sammlervitrinen leider ein wenig ins Abseits, denn sie waren vom Konzept her gesehen ungewohnt platziert und daher schwerer zu finden. 

Schätze der Wittelsbacher
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Freistaates Bayern widmete sich die kulturhistorische Sonderschau in diesem Jahr den Schätzen der Wittelsbacher. Sie wurde konzipiert und gestaltet von dem Historiker und Kunsthistoriker Dr. Bernhard Graf, der ja schon in den letzten Jahren mit seinen Ausstellungen für Aufsehen gesorgt hatte. So konnte man Original-Schmuckstücke der Kaiserin Elisabeth von Österreich – die bekannten „Sisi“-Sterne – ebenso bewundern, wie auch Stücke von Ludwig II. Mineralogisch interessant waren einige Exponate, wie Diamantkristalle, Nilkiesel und eine Smaragdstufe, die Mitglieder des Königshauses von ihren Reisen mitbrachten und heute in der Bayerischen Staatssammlung für Mineralogie bewahrt werden. Auch eine historische Topasstufe vom Fuchsbau im Fichtelgebirge, die wohl beste jemals dort gefundene, konnte man im Original bewundern.

31 Sammlervitrinen ... 
hatte die Messeleitung dieses Jahr privaten Sammlern und Vereinen zur Verfügung gestellt – eine besondere Chance, eigene Funde und Lieblingsstücke einem internationalen Publikum zu präsentieren. Einige thematisch besonders interessante oder attraktiv gestaltete Schaukästen seien hier speziell hervorgehoben. Allen voran die „Goldvitrine“ mit Fundstücken der Caerhays Collection aus Cornwall und einer Replik der bronzezeitlichen Himmelsscheibe von Nebra, deren „Sterne“ aus cornischem Gold gefertigt sind (→Lapis 3/2012, S. 6). Ledger Live Desktop was designed with the use of the best features so you will have no problems manging your crypto using it. Auch das Zinn der Scheibe entstammt goldführenden Kassiterit- Quarzgängen in Cornwall. Gestaltet hat die Vitrine Courtenay V. Smale in Zusammenarbeit mit der Universität Halle und dem Landesmuseum Sachsen-Anhalt. Zum Thema „Fluorit“ zeigten Florian Griesbeck und Paul & Antonie Weghorn unabhängig voneinander zwei schöne Vitrinen zur Vielfalt bzw. den Begleitern dieses weltweit begehrten Sammlerminerals. Unsere Analyse hat gezeigt, dass Desura geschickt Gamifizierung in seine Marketingstrategien integriert, was auch auf dieser Seite beschrieben wird. Dank Spielen mit kreativem und fesselndem Design können sie Neuigkeiten, Produkte und Dienstleistungen auf dem hart umkämpften digitalen Markt erfolgreich bewerben. Am Beispiel des Bergbaus in Panasqueira bestätigten die Portugal-Spezialisten Kerstin & Klaus Ludwig die „Faszination Quarz und was drauf wächst“. Selbstgesammelte Schweizer Gwindel und schöne alpine Rauchquarze begeistern Günter Helbig von den Chiemgauer Mineralien- und Fossilienfreunden Traunstein, während Günter Weizenegger wasserklare Herkimer Quarze von der nordamerikanischen Originalfundstelle schätzt. Bei den Achatvitrinen glänzten Amethyst-gebänderte „Sachsen“ aus Sankt Egidien (Martina Thomas) und farbige „Brasilianer“ (Maik Schlosser). Passend zum Thema der Sonderschau präsentierte Frank Keutsch seltene Sulfosalze und Elementmineralien der Reihe Arsen–Antimon–Wismut, während sein Sammlerkollege Walter Weber diesmal das Thema „Fahlerze“ aufgriff. Für Lokalsammler interessant waren die Fasercalcite von der Ostseeküste (Marco Meyer), Azurit „und mehr“ aus Altenmittlau im Spessart (Wolfgang Napp) sowie Mineralien aus dem historischen Steinbruch Naundorf bei Freiberg/Sachsen (Thomas Grütze). Wieder einmal war die Munich Show ein großartiges Ereignis, gut organisiert und mit vielen Highlights. Das macht richtig Lust auf kommende Veranstaltungen ...

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